KI im Verein zwischen Ethik und Risiko

KI und Gemeinwohl auf einer Waage

KI ist im Fundraising angekommen. Doch wie bleibt sie transparent, fair und menschlich kontrolliert? Der Beitrag zeigt, welche Regeln Vereine jetzt brauchen – und wie Risiken von KI-Basismodellen in der Praxis vermieden werden können.

Dieser Beitrag wurde bewusst mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Künstliche Intelligenz ist aber auch längst im Fundraising angekommen: von Textentwürfen über Segmentierungen bis zur Bildbearbeitung. Der Deutsche Fundraising Verband (DFRV) empfiehlt deshalb in einem Papier zum Umgang mit KI im Fundraising: Jede Organisation braucht eigene, schriftliche Leitlinien für KI – orientiert an den „19 ethischen Grundregeln“ des Verbandes, ergänzt um konkrete Verfahren.

Menschliche Kontrolle ist unverzichtbar

Im Zentrum stehen Risikoanalysen vor jedem Einsatz, klare Verantwortlichkeiten, kontinuierliches Monitoring sowie der Grundsatz: Menschliche Kontrolle bleibt unverzichtbar. Inhalte, die ohne redaktionelle Prüfung vollständig maschinell entstehen, sollen gekennzeichnet werden; Teams, die mit KI arbeiten, müssen geschult sein. Datenschutz, Bias-Prävention, Dokumentation und Qualitätsmanagement sind als feste Prüfpunkte zu verankern. Diese Linie schließt an den EU-AI-Act an, der Transparenz, Schulung und Risikomanagement verbindlich macht und Kennzeichnungspflichten für bestimmte KI-Inhalte vorsieht. Kurz: KI nutzen – aber wertegebunden, nachvollziehbar und mit Blick auf Authentizität und Nachhaltigkeit. Denn Vereine sind für Ihre Kommunikation verantwortlich egal ob KI-generiert oder nicht.

Handlungsanleitungen für Vereine

Wie sehen solche Leitlinien im Alltag aus?

  1. eine Begründung, warum KI eingesetzt wird und welche Ziele damit verfolgt werden.
  2. eine Liste zulässiger Einsatzfelder (zum Beispiel Textentwicklung, Bildbearbeitung, Freiwilligenkoordination), jeweils mit Freigabeprozess, Dokumentation und regelmäßigen Reviews.
  3. Regeln für Daten – welche Quellen erlaubt sind, wie eigene Daten geschützt werden, wie Anonymisierung und Diskriminierungsfreiheit gesichert sind.
  4. ein Verfahren für Vorfälle, inklusive „Kill-Switch“, also einer Art Notabschaltung und der Kommunikation von Korrekturen.
  5. Die AWO hat solche Leitlinien bereits veröffentlicht. Textvorlagen bietet Trainerin Julia Junge auf ihrer Website. Empfehlungen gibt das Engagementzentrum Braunschweig. Einen sehr guten Überblick zum Thema bietet auch die Friedrich Ebert Stiftung.

Ganz praktisch könnte das so aussehen: Eine KI erstellt automatisch Texte für Spendenaufrufe. Doch ohne menschliche Kontrolle könnten fehlerhafte oder unpassende Formulierungen an tausende Menschen verschickt werden. Die Lösung ist, alle generierten Texte ein internes Lektorat durchlaufen zu lassen, kritische Begriffe automatisch filtern zu lassen. KI-Ausgaben sollten auch archiviert werden, um später nachvollziehen zu können, welche Inhalte von der Maschine stammen.

Die Fundraising-Akademie bietet vom 24. bis 26. November 2025 in Siegburg dazu eine Fortbildung „Generative KI für die Praxis gemeinnütziger Organisationen“ an.

Risiken durch KI-Basismodelle

Die Bertelsmann-Stiftung lenkt den Blick auf die Grundlagen generativer KI: sogenannte Basismodelle. Deren Trainingsdaten sind häufig unkuratiert, durch automatisiertes Web-Scraping zusammengetragen und damit anfällig für historische Verzerrungen und blinde Flecken. Hinzu kommen intransparente Geschäftsmodelle und fehlende externe Evaluationen. Für gemeinwohlorientierte Organisationen ist das riskant – Fehl- oder Bias-Ausgaben können zum Beispiel vulnerable Gruppen diskriminierend ansprechen und Vertrauen zerstören.

Wenn ein Verein einen KI-gestützten Chatbot einrichtet, der Ratsuchenden erste Informationen geben soll, klingt das erstmal effizient. Aber der Chatbot übernimmt aus dem Basismodell auch diskriminierende Muster und gibt verletzende oder falsche Hinweise. Die Lösung wäre, den Einsatz nur als „unterstützendes Tool“ mit klarer Kennzeichnung zu verwenden und sensible Anfragen sofort an echtes Personal weiterzuleiten. Hilfreich ist auch ein Feedback-Kanal, über den fehlerhafte Antworten gemeldet werden können.

KI-generierte Bilder können ein Risiko sein, wenn das Modell verzerrte Stereotype spiegelt, etwa indem es bestimmte Gruppen klischeehaft oder gar nicht darstellt. Bilder sollten daher durch ein Team auf die Werte der Organisation wie zum Beispiel Diversität geprüft werden. Auch die Verwendung kuratierter, gemeinwohlorientierter Bilddatenbanken und verbindliche Regeln für die Nutzung sind wichtig. Auch hier sollte keine Visualisierung ohne menschliche Abnahme veröffentlicht werden. Das hilft Reputationsrisiken zu vermeiden.

Fazit von ChatGPT

KI kann Fundraising stärken, wenn sie den Werten der Zivilgesellschaft folgt. Vereine, Verbände und Stiftungen sollten jetzt Leitlinien festschreiben, Kompetenzen aufbauen, Kennzeichnung und Kontrolle ernst nehmen – und bei Basismodellen kritisch nachfragen, bevor sie Vertrauen riskieren. So wird KI zum Werkzeug für Wirkung, nicht zum Risiko für das Gemeinwohl.

Dieser Beitrag wurde auf der Basis eines Prompts von Matthias Daberstiel durch ChatGPT auf der Grundlage der KI-Richtlinien des Deutschen Fundraisingverbandes und einer Veröffentlichung der Bertelsmann-Stiftung zu KI-Basismodellen erstellt und von Matthias Daberstiel korrigiert und bearbeitet. 60 Prozent des Beitrags und das Bild sind durch ChatGPT erstellt worden. Das Fazit stammt zu 100 Prozent von ChatGPT.

Bildquellen

  • KI und Gemeinwohl: ChatGPT

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Newsletter abonnieren
zum Abo-Formular
Fünf gute Gründe
... für Ihre Weiterbildung an der Fundraising Akademie
Berufsbegleitende Fortbildungen
Aktuelles Kursprogramm
hier ansehen
Neuer Kurs: KI im
Fundraising
Hier mehr erfahren
und anmelden
„Wir bieten eine
Ausbildung auf
Hochschul-
niveau.“
Prof. Dr. Thomas Kreuzer,
Geschäftsführer der
Fundraising Akademie
Ihre finanzielle
Förderung
... für die berufsbegleitende
Weiterbildung
Veranstaltungen:
Treffen Sie uns
Eine Übersicht finden Sie hier
Campaigning
School
Umfassende Ausbildung für
Gestalter:innen der Gesellschhaft
Gut vernetzt: Alumni-Verein
Zur Website des
Alumni-Netzwerks
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner